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Natürliche, digitale Familienplanung mit dem Internet der Dinge: Das Wearable trackle erfasst über Nacht die Körperkerntemperatur und überträgt die Daten drahtlos über die Microsoft Cloud Deutschland an eine App. So können Frauen ganz einfach und vor allem zuverlässig ihr fruchtbares Zeitfenster identifizieren – für Familienplanung oder Verhütung. Das IoT-Start-up trackle aus Bonn gilt als Vorreiter in der Gesundheitsbranche, in der die Privatsphäre der Nutzer und der Schutz sensibler Daten besonders erfolgskritisch sind.

trackle ist ein hochsensibler und vernetzter Temperatursensor, der Frauen dabei hilft, ihre fruchtbaren Tage zu bestimmen. Die grundlegende Funktionsweise ist die automatische Erfassung der Körperkerntemperatur, die drahtlos über die Public Cloud an ein mobiles Endgerät übermittelt wird. Das trackle-System erfasst und vergleicht die gemessenen Daten, wertet sie auf Basis wissenschaftlich basierter Algorithmen aus und kann so den jeweiligen Zyklusstatus berechnen. Die Verlässlichkeit der Prognosen, die auch durch Machine Learning kontinuierlich optimiert werden, macht diese digitale Methode der Familienplanung so sicher wie die Antibabypille (Pearl-Index 0,4). „trackle hilft Frauen, die schwanger werden wollen, und denen, die es nicht werden wollen – gleichermaßen“, erklärt Katrin Reuter, Gründerin des IoT-Start-ups.

Die Technologie kommt von Microsoft: trackle setzt auf die Microsoft Cloud-Platform Azure aus deutschen Rechenzentren, Microsoft Azure Deutschland. „Der Sensor übermittelt die gemessenen Daten an die Basisstation nur, wenn er in die Basisstation eingehängt ist. Die Basisstation wiederum überträgt die Daten verschlüsselt an die trackle Cloud“, erklärt Reuter. „Die von uns verwendete Plattform haben wir vor allem mit dem Fokus auf Sicherheit, Datenschutz und Datenintegrität ausgewählt.“ Grundlagen, die bei der eingesetzten Technologie integraler Bestandteil sind: Bei der Microsoft Cloud Deutschland werden Kundendaten ausschließlich in Deutschland gespeichert.

trackle

Digitalisierung im Gesundheitswesen nimmt Fahrt auf

„Die digitale Transformation ist im Gesundheitssektor angekommen. Vorreiter wie trackle zeigen, wie cloudbasierte IoT-Technologien unseren Alltag bereichern“, kommentiert Oliver Gürtler, Senior Director Cloud & Enterprise Business Group, Microsoft Deutschland.

Der deutsche eHealth-Markt hat Statista zufolge schon 2016 ein Umsatzvolumen von etwa 299,8 Millionen Euro erreicht. Laut Prognose der Marktforscher wird im Jahr 2020 ein Marktvolumen von 662 Millionen Euro erwirtschaftet – das entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 21,91 Prozent. Dies wurde jüngst von einer repräsentativen Umfrage untermauert. Der Branchenverband Bitkom hat 1.009 Verbraucher ab 14 Jahren danach befragt, was sie sich von Telemedizin versprechen. Jeder Fünfte (20 Prozent) würde demnach im Krankheitsfall „auf jeden Fall“ seinen eigenen Gesundheitszustand telemedizinisch überwachen lassen. Weitere 39 Prozent können sich zumindest vorstellen, diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen. Insgesamt 6 von 10 Deutschen (59 Prozent) zeigen sich damit offen gegenüber dem sogenannten Tele-Monitoring.

Chancen erkennen, Risiken vermeiden

Neben trackle vertraut u.a. auch das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) im Kampf gegen Krebs auf Microsoft Azure. Das Start-up RetroBrain spielt mit seiner MemoreBox und Windows Kinect-Technologie in Altenheimen gegen das Vergessen und mit „teamplay“ bietet Siemens Healthcare ein cloudbasiertes Netzwerk für Ärzte, medizinische Fachkräfte und Entscheider im Gesundheitswesen. Es ermöglicht beispielsweise die einfache Auswertung der Auslastung von bildgebenden Geräten, der verschiedenen Arbeitsabläufe und einzelner Untersuchungen.

Die Hauptsorge der von Bitkom befragten Bundesbürger ist, dass durch die Digitalisierung der Medizin die Gefahr des Missbrauchs von Gesundheitsdaten steigt – egal ob bei Krankenkassen, in der Notfallrettung oder bei der digitalen Familienplanung mit trackle. „Mit der Microsoft Cloud Deutschland bieten wir Unternehmen die Chance, innovative Anwendungen zu entwickeln und gleichzeitig strenge Compliance-Richtlinien einzuhalten, wie sie zum Beispiel im Gesundheitssektor existieren“, stellt Oliver Gürtler klar. Dank des Datentreuhandmodells der Microsoft Cloud Deutschland liegt die Kontrolle des Zugangs zu den Daten beim Kunden selbst und beim Datentreuhänder T-Systems International GmbH.

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